Indien-Reisen ... Geld und Visum

In den meisten indischen Banken läuft der Geldwechsel furchtbar bürokratisch ab und kann manchmal Stunden dauern. Beim offiziellen Money-Changer geht es wesentlich schneller und der Kurs ist auch nicht schlechter (außer am Flughafen). An vielen Geldautomaten kann man mittlerweile mit der Visa-Card und Pin-Nr. Geld ziehen. Ein paar hundert Euros oder Dollars in bar trage ich immer als Notreserve im Geldgürtel bei mir, neben Kopien der Pässe, Flugtickets und Scheckquittungen. Bei unserer Art zu reisen benötigen wir nie mehr als ca. Euro 130.- pro Person und Woche. Darin sind Übernachtungen in Guesthouses der mittleren Kategorie (ca. 15-30 € / Tag für das Doppelzimmer) Mopedmiete (ca. 4 €/Tag) und Verpflegung (ca.10 € / Tag) enthalten. Wer jedoch gerne Bier trinkt, nur in Touristenrestaurants ißt oder ständig Taxi fährt, kann auch schnell das Doppelte ausgeben.
Auch die Kreditkarte sollte man dabei haben. Sie wird fast überall akzeptiert und kann im Notfall wirklich hilfreich sein. Wem es zu riskant ist, seine Kreditkarte mit in den Urlaub zu nehmen und Angst vor Verlust oder Diebstahl hat, der kann sich auch für eine Prepaid Kreditkarte entscheiden. Eine solche wird mittlerweile von einigen Banken angeboten. Man lädt sie einfach mit dem gewünschten Betrag auf und kann so zahlen, ohne Angst haben zu müssen, mehr auszugeben als ursprünglich geplant. Sollte sie abhandenkommen, besteht keine Risiko, dass jemand anders damit große Summen ausgeben kann, da ja nur ein bestimmter Betrag zur Verfügung steht. Für Urlauber eine tolle Alternative zur herkömmlichen Kreditkarte. Eltern geben sie auch gerne ihren Kindern, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld zu lernen. Die Ausgaben geraten nicht außer Kontrolle und man behält einen guten Überblick.

Hier noch einige Preisbeispiele (1 € = ca. 70 Rupies, 100 Rupies = ca. € 1,40 Stand: Dezember 2016)


Den aktuellen Tageskurs könnt ihr hier abrufen.

Taxifahrt pro Km ca. 30 R.
Rice und Currygericht im Local-Restaurant ca. 70 -120 R.
Rice und Curry im einf. Touristenrestaurant 150 bis 250 R.
Fischgericht im einfachen Touristenrestaurant 150-300 R.
Milktea 10-20 R.
Cola/Soda 20-40 R.
Wasser 1 L.30-40 R.
Soda 1 L. 40 R.
Flasche Bier 0,7 L. 80 R. im Restaurant: 100 -180 R.
Trinkkokosnuss 30-50 R.
kleine Bananen Stück 5-8 R.
Ananas Stück 50 - 80 R.
Papaja 40-60 R.
Tomaten 500g 30-50 R.
Mango 40-60 R.
Friseur: Rasieren 50-80 R., Haarschnitt 100-200 R.
Kopf u. Nackenmassage beim Frisör 100 bis 150 R.
Ayurveda Fullbody Massage (1Std) 800 bis 1200 R.
Internet 4 R./Minute
Einfache Guesthäuser 700-1200 Rupies

Bessere Guesthäuser 1500-2500 Rupies
Liter Benzin 70 Rupies
Motorradmiete (100 ccm) 300-400 R/Tag

Motorradmiete (Royal Enfield) 600-800/ Tag
Man sieht also, das wir für einen Euro etwa den 5- bis 10-fachen Gegenwert im Vergleich zu deutschen Preisen bekommen, wenn auch die Qualität nicht immer der westlichen entspricht.

So sehen sie aus die Indischen Rupien:
(es gibt auch noch 1000er Scheine, aber bereits 500er machen häufig schon Probleme beim Wechseln, Münzen zu 1, 2 und 5 Rupien spielen kaum eine Rolle, als Wechselgeld am Kiosk gibts statt Münzen manchmal Bonbons)

Grober Richtwert: 100 Rupien = € 1,40

Achtung: Mitte November 2016 wurden die 500 und 1000 Rupie Scheine als Zahlungsmittel für ungültig erklärt. Gleichzeitig kam ein neuer 2000 Rupie Schein heraus. Die neuen 500 R.und 1000 R. Scheine werden wohl erst Anfang 2017 folgen. Lasst euch also keine alten 500 R. und 1000 R. Scheine andrehen, die werdet ihr nicht wieder los! Oben die neuen Scheine, unten die alten:


Neue indische Rupien

Das Visum für Indien muß mindestens 2 Wochen vor der Anreise beantragt werden:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Indien grundsätzlich ein Visum. Inhaber deutscher Reisepässe können seit November 2014 unter bestimmten Voraussetzungen ein elektronisches Touristenvisum (e-Tourist Visa – e-TV) erhalten. Das e-TV muss frühesten 30 Tage vor und allerspätestens fünf Tage vor dem geplanten Einreisedatum beantragt werden und berechtigt zur einmaligen Einreise für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Auf der Homepage https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html sind die Voraussetzungen für ein elektronisches Touristenvisum aufgeführt. Dort kann das e-TV beantragt werden. In Einzelfällen soll es bei der Online-Bezahlung der e-TV zu Schwierigkeiten gekommen sein. Es wird deshalb empfohlen, sicherzustellen, dass die Zahlung tatsächlich erfolgt ist. Reisende sind verpflichtet einen Ausdruck des e-TV mit sich zu führen und bekommen dann beim "Port of Entry" (also dem ersten offiziellen Einreiseort) den Stempel in den Pass.

Eine 24/7-Hotline für elektronische Touristenvisa ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail über indiatvoa@gov.in eingerichtet.

Das e-TV wurde zusätzlich zu allen bereits bestehenden Visumskategorien eingeführt. Alle anderen Visa sind wie bisher bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung zu beantragen. Hier kann man den Fragebogen zur Visumsbeantragung online ausfüllen, anschließend ausdrucken, dann die Gebühr bezahlen und mit dem Fragebogen, Gebührenquittung sowie Reisepass beim zuständigen Konsulat das Visum beantragen bzw. das Ganze per Einschrieben hinschicken. Bei Abgabe und Abholung vor Ort dauert es etwa 1 Woche, auf dem Postwege sollte man eher 2 Wochen einkalkulieren. Der Fragebogen ist bei beiden Visaarten sehr umfangreich. Es wird z.B. nach der Religionzugehörigkeit und Wohungort von euch und sogar der Eltern und Großeletern gefragt ("Keine" ist hier nicht vorgesehen, im Zweifelsfall gebt lieber "Christ" an). Ferner wird nach Beruf, Arbeitgeber, besuchte Länder in den letzten 10 Jahren, Nummer des letzten Indien-Visums (falls vorhanden) usw. gefragt. Vertippt man sich, gibt es keine Korrekturmöglichkeit, muss also noch mal von vorne anfangen. Antragstellungen auf ein Visum an der Grenze oder am Flughafen sind nicht möglich!.

 

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